Woher kommt der Orbitmotor?


Wie revolutioniert man die hydraulische Antriebstechnik? Indem man damit beginnt, die Ausdrücke “geht nicht” und “unmöglich” aus seinem Wortschatz zu streichen.

Das hat zumindest der Urvater des Orbitmotors getan: Lynn „Buck” Charlson entwickelte eine leistungsstarke Maschine mit einem einzigartigen hydraulischen Antrieb, die im letzten Jahrhundert die Welt verändern sollte.

Um als Nachtwächter in der örtlichen Bibliothek die Zeit totzuschlagen, brachte Charlson sich alles über Technik und Hydraulik selbst bei. Die technischen Probleme, über die Ingenieure sich seinerzeit den Kopf zerbrachen, faszinierten ihn besonders und ließen ihn über Lösungen dafür nachdenken.

Dank seiner intuitiven Eingebung und eines außergewöhnlichen räumlichen Vorstellungsvermögens erfand Buck dabei eine ganz neue Antriebsart.

Innovation in den 40ern

Charlson stellte fest, dass Elektromotoren für kleine Räume und mobile Anwendungen zu groß waren. Darüber hinaus benötigen sie ein Getriebe als Drehzahlregler – alles Teile, die viel Platz einnehmen.

Andererseits sind Druckluftmotoren zwar kompakt, halten aber hohem Druck und starker Belastung nicht stand.

Der Orbitmotor behebt dieses Problem: Dank kompakter Mechanik findet er auch auf kleinem Raum platz und bietet bei niedrigen Drehzahlen ein hohes Drehmoment.

Das Orbit-Prinzip

Der Gerotor ist das entscheidende Teil bei der Funktionsweise des Orbitmotors. Dieser besteht aus einem frei beweglichen, sternförmigen Innenrad mit 6 Zähnen, welches sich in einem Außenrad mit 7 Zähnen dreht.


Da das Außenrad einen Zahn mehr hat, bewegt sich das Innenrad planetenförmig. Die 7 Zähne sorgen dafür, dass der Orbitmotor bei geringer Drehzahl große Kraft auf die Antriebswelle übertragen kann.

Astronaut in Spe 

Wahrscheinlich wurde Charlson bei der Entwicklung der planetenförmigen Rotation unbewusst durch Versuche in der Raumfahrt Mitte des 20. Jahrhunderts inspiriert.

1957 wurde der erste amerikanische Satellit ins Weltall geschickt.

Der Herkules unter den Motoren

Orbitmotoren sind besonders kraftvoll bei gleichzeitig niedrigen Drehzahlen und extrem kompakt in ihrer Bauweise.

Sie sind zuverlässig und sicher in der Anwendung und auch die härtesten Einsätze sind für diesen Hydraulikantrieb absolut kein Problem.

Vom Heben eines Ankers bis hin zum Antrieb von Maschinen aus der Landwirtschaft, Industrie oder dem Bergbau: Dieses Kraftpaket schafft alles.

Öl im Orbit

Der hydraulische Antrieb ist der große Vorteil des Orbitmotors aber gleichzeitig auch seine Achillesferse. Wenn der Motor richtig läuft, sucht er in puncto Leistungsfähigkeit seinesgleichen.

Doch sobald das Öl verschmutzt ist, büßt er in Sachen Effizienz und Lebensdauer ein. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie für eine optimale Filtration, Druckregulierung und Überwachung sorgen.

In unserem Onlineshop finden Sie ein breites Angebot an Orbitmotoren für die unterschiedlichsten Anwendungen.

Von der 2000er Serie bis hin zu Modellen aus der J- und der T-Serie: Hier finden Sie die beliebtesten Ausführungen.